voraussichtlich verfügbar: 2018 / Die zweite Auflage wird bei unserem Imprint "Match-Books" erscheinen

Chronik der Engel 01 – Flügelrauschen

Daria Sarafin
ISBN: 978-3-942602-09-9
Manchmal kann Liebe den Himmel öffnen - oder zur Hölle verdammen

Als Lilly nach einem Unfall mit einer Amnesie erwacht, muss sie sich in ihr unbekanntes Leben finden. Doch ihr Job ist kaum gewinnträchtig, ihre Freunde seltsam und einige ihrer Nachbarn scheinen sie gar zu überwachen. Allen voran Adam Primus, der anscheinend ebenso wie Lilly die außergewöhnliche Gabe besitzt, Engel sehen zu können. Rasch erkennt Lilly, dass die Dinge nicht immer so sind, wie sie erscheinen. Denn während Dämonen mit ihrer Hilfe die Siegel zu Luzifers Kerker öffnen wollen, versuchen Lillys Freunde ihre Vergangenheit vor der Gedächnislosen zu verbergen. Zwischen Himmel und Hölle und ihrem Nachbarn Adam und dem charismatischen Engel Samiel hin und hergerissen, entspinnt sich ein uralter Kampf um Lilly Liebe und um die ältesten Entscheidung seit es Menschen gibt. Aber was Lilly am meisten beunruhigt: Der faszinierende Adam scheint auf der Seite des Guten zu kämpfen – und gegen sie!

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Manchmal kann Liebe den Himmel öffnen – oder zur Hölle verdammen

Als Lilly nach einem Unfall mit einer Amnesie erwacht, muss sie sich in ihr unbekanntes Leben finden. Doch ihr Job ist kaum gewinnträchtig, ihre Freunde seltsam und einige ihrer Nachbarn scheinen sie gar zu überwachen. Allen voran Adam Primus, der anscheinend ebenso wie Lilly die außergewöhnliche Gabe besitzt, Engel sehen zu können.
Rasch erkennt Lilly, dass die Dinge nicht immer so sind, wie sie erscheinen. Denn während Dämonen mit ihrer Hilfe die Siegel zu Luzifers Kerker öffnen wollen, versuchen Lillys Freunde ihre Vergangenheit vor der Gedächnislosen zu verbergen. Zwischen Himmel und Hölle und ihrem Nachbarn Adam und dem charismatischen Engel Samiel hin und hergerissen, entspinnt sich ein uralter Kampf um Lilly Liebe und um die ältesten Entscheidung seit es Menschen gibt. Aber was Lilly am meisten beunruhigt: Der faszinierende Adam scheint auf der Seite des Guten zu kämpfen – und gegen sie!
 
 
 
 
Über die Autorin
Die Neuseeländerin Daria Sarafin stammt aus Wellington. Zurzeit lebt, liebt und arbeitet sie an der Ostsee. “Die Chronik der Engel” ist ihr erstes Buch und Auftakt einer Engelsromanze über die älteste Liebesgeschichte der Welt.

Leseprobe

Kapitel 1

Im ersten Moment dachte ich, ich sei tot. Die Schmerzen waren so überwältigend, allumfassend, dass es gar keine andere Option geben konnte. Dann atmete ich ein. Luft, die nach Kräutern roch und nach Krankheit und nach irgendetwas undefinierbar gesund-sterilem und mir wurde klar, wie widersinnig mein Gedanke gewesen war. Ein Widerspruch in sich. Ich hatte Schmerzen, ergo einen Körper und deswegen auch Augen zum Öffnen. Noch während ich diesen Gedanken umsetzte, wünschte ich mir, ich seit tatsächlich tot. Die Helligkeit meiner Umwelt schoss durch meine Nervenbahnen, setzte sich wie gleißendes Feuer in meinen Adern fest und pulsierte im Takt meines Herzens durch meinen Körper. Selbst mit der Hand vor meinen Augen konnte ich das Licht noch spüren. Lauernd und zu einem weiteren Attentat bereit.
Vorsichtig und hinter fest zusammengelegten Fingern blinzelte ich.
„Ah, Sie sind wach!“ Eine angenehme, maskuline Stimme schreckte mich auf. So sehr, dass ich beinahe trotz der Warnung, „lassen Sie die Augen lieber geschlossen,“ die Hände nach unten genommen hätte.
„Wo waren Sie vor fünfzehn Sekunden?“, hörte ich eine Stimme grummeln, die meine sein musste. Zumindest kam sie aus meinem Mund. Ich fühlte, wie er sich erneut bewegte und Worte formulierte, auf die ich keinen Einfluss hatte. „Was machen Sie …?“
Moment mal! Maskulin? Und überhaupt. Ich korrigierte mich, als meine Gedanken aufholten und stoppte die Verbalinjurien noch auf meinen Lippen, um sie umzuwandeln und der Erkenntnis anzupassen. Ich lebte noch, hatte Schmerzen, die Luft roch nach Medikamenten und der Mann vor mir trug Weiß. „Was mache ich in einem Krankenhaus?“
„Wissen Sie das nicht mehr, Frau …?“
„Nein, ich stelle nur gerne blöde Fragen.“ Ich schloss die Augen und legte meine Finger an meine Schläfen. Auch der sanfte Druck brachte nichts. „Wie zum Teufel kann man solche Kopfschmerzen haben, ohne daran zu sterben?“
„Ah! DAS erklärt die schlechte Laune.“
„DAS ist doch noch keine schlechte Laune!“ Hätte es nicht so sehr in meinem Schädel gedröhnt, hätte ich wahrscheinlich noch lauter gebrüllt. Nicht nur, um meine Laune und meine Schmerzen zu überspielen.
Sein leises Lachen war die einzige Antwort, die er für meinen kurzen Ausbruch übrig hatte. Wahrscheinlich übte er gerade für den Friedensnobelpreis.
Trotz meiner latenten Übelkeit ging mir der Laut durch und durch. Wahrscheinlich wäre es sogar auf eine sehr angenehme Art und Weise gewesen, wenn ich mich nicht zurzeit Gott weiß wo befinden würde.
„Ist nicht persönlich gemeint“, versicherte ich. Dieses Mal gelang mir ein Blinzeln. Es trieb mir zwar Tränen in die Augen, aber ich konnte die Augen offen halten. Im nächsten Moment hoffte ich, dass ich nicht so scheiße aussah, wie ich mich fühlte.
Anscheinend war ich direkt in eine Live Sendung von Emergency Room gelandet. Nur, dass mein Dok noch besser aussah als Clooney.
Groß, blond und yummi.
Der Arztkittel störte kein bisschen.
„Sehr charmant, Frau …“
„Nicht charmant, ehrlich.“ Ging nicht auf die Frage ein, weil ein neuer Schwall Schmerzen über mich flutete. Deswegen fügte ich ein „Ich kenne sie schließlich nicht“, hinzu.
Es brachte mir ein Stirnrunzeln ein.
„Sie erinnern sich nicht?“
„An Sie oder meinen Namen?“, erkundigte ich mich ein wenig kleinlaut. Immerhin gewöhnte mich langsam an meine eigene Stimme.
„Sowohl als auch …“
„Nein“, gab ich zu und fügte ein, „Sollte ich?“, hinzu, für das ich mich im nächsten Moment am liebsten in den Arsch getreten hätte. Man fragte doch so jemanden wie Mr. Superyummi nicht, ob man ihn akut vergessen hatte. Das war degradierend und zeigte, dass man nicht das geringste Interesse an ihm hatte. Krankenhaus hin oder her.
Zu meinem Glück schien er es nicht persönlich zu nehmen, sondern griff nach meinem Arm. Gekonnt konzentrierte er sich auf den Puls und zählte stumm mit. Sein Gesichtsausdruck ließ auf nichts Böses schließen. Ganz anders seine Bewegung, nachdem er meinen Arm wieder freigegeben hatte.
„Wenn Sie mit dem kleinen Licht in meine Augen strahlen, werde ich wirklich böse.“
Sein nachsichtiges Lächeln beruhigte mich kein bisschen. Nur weil er gut aussah, war das doch keine Freikarte für einen Blick ins Zentrum meiner Kopfschmerzen.
„Was ist das letzte, an was Sie sich erinnern können?“
Ich überlegte. Und dachte wieder an die Kopfschmerzen. Aber sie blieben aus. Waren aber auch das erste und letzte, an was ich mich erinnern konnte. Als ich es sagte, runzelte er die Stirn. Stirnrunzeln war bei einem Arzt sicher kein gutes Zeichen.
„Sorry“, meinte er, bevor er mir in die Augen leuchtete. Ohne Vorwarnung.
„Und? Konnten Sie bis zum Hinterkopf durchsehen?“
Er lachte wieder sein unglaublich gut gelauntes Lachen. Entweder hatte er ein tolles Leben, auf das er in diesen Momenten geistig zurückgreifen konnte oder war ein gemeiner Sadist.
„Fühlt sich nämlich an.“ Ich rieb mir die Schläfen.
„Ich lasse Ihnen ein Kopfschmerzmittel bringen.“
Okay, kein gemeiner Sadist. Nur ein fröhlicher Mediziner. Ist klar. Ich war in einer Folge „Scrubs – Die Anfänger“ gelandet. „Emergency Room“ wäre ja auch zu schön gewesen …

Die Neuseeländerin Daria Sarafin stammt aus Wellington. Zurzeit lebt, liebt und arbeitet sie an der Ostsee. „Die Chronik der Engel“ ist ihr erstes Buch und Auftakt einer Engelsromanze über die älteste Liebesgeschichte der Welt