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Grenzgänger

Nina Behrmann



ISBN: 978-3-942602-04-4
Ein Wort kann die Welt verändern. Etwas, was die neue Grenzgänger-Agentin Feline unter allen Umständen verhindern muss.

Ihr neuer Job bei der Agentur Triskelion bringt Feline an den Rand des Wahnsinns. Mit der Wahrheit über ihre eigene Welt konfrontiert, muss sie sich damit anfreunden, dass ihre Mutter eine Hexe, ihr Boss ein Drache und ihr Ficus ein Hausgeist ist. Als wäre das nicht schon Grund genug, ein Mythologielexikon zu Rate zu ziehen, muss Feline für den Frieden zwischen Feen, Grenzgängern und anderen übersinnlichen Wesen sorgen. Doch wie, wenn ein sinnlicher Engel sie als seine Privaterlösung betrachtet, Dämonen hinter ihr her sind – und ihr wieder einmal niemand die Spielregeln erklärt hat?

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Die spannendste Urban-Fantasy-Welt, seit es Alternativuniversen gibt.

Ihr neuer Job bei der Agentur Triskelion bringt Feline an den Rand des Wahnsinns. Mit der Wahrheit über ihre eigene Welt konfrontiert, muss sie sich damit anfreunden, dass ihre Mutter eine Hexe, ihr Boss ein Drache und ihr Ficus ein Hausgeist ist. Als wäre das nicht schon Grund genug, ein Mythologielexikon zu Rate zu ziehen, muss Feline für den Frieden zwischen Feen, Grenzgängern und anderen übersinnlichen Wesen sorgen. Doch wie, wenn ein sinnlicher Engel sie als seine Privaterlösung betrachtet, Dämonen hinter ihr her sind – und ihr wieder einmal niemand die Spielregeln erklärt hat?

Über die Autorin
Die Autorin Nina Behrmann ist als echte Ruhrpott-Pflanze geboren und aufgewachsen. Eigentlich wollte sie Prinzessin werden. Aber auf Druck ihrer Muse, die nicht viel von Küssen, dafür umso mehr von einer zünftigen Tracht Prügel für Autoren hält, hat sie mit dem Schreiben begonnen.
Während sie auf der großen Sinnsuche im Leben ist, schreibt sie Romane für verschiedene Verlage, darunter Heyne und Ullstein. Damit das nicht langweilig wird, schlüpft sie in verschiedene Pseudonyme.
Triskelion-Grenzgänger ist Behrmanns erster Ausflug ins Urban Fantasy Genre – und sie hatte viel Spaß dabei.

Leseprobe

Ich erwartete, dass sie mir folgen würde – stattdessen wurde die Tür zugeschlagen und ich hörte ein Schloss, das sich drehte. Ich war eingesperrt.

»Natasja!« Ich hämmerte mit der Faust gegen die Tür, aber niemand reagierte auf mich.

Ich wandte mich ab und fuhr mir nervös durch die Haare. Als mir durch diese Geste aber ihr verändertes Aussehen und der Grund, warum sie plötzlich so aussahen, wieder einfiel, ließ ich die Hände rasch wieder sinken. Seufzend steckte ich sie in die Taschen meiner Wollhose, als könne ich so Aussehen und Grund ändern.

Der Raum, in den Natasja mich gesperrt hatte, hätte für ein Gefängnis wirklich schlechter aussehen können. Die Einrichtung war in warmen Beige- und Schokoladentönen gehalten. Ein großes Bett mit niedriger Bettkante dominierte das Zimmer. Hier und dort brannten einige Kerzen und auch im Kamin auf der gegenüberliegenden Seite des Bettes flackerten einige lodernde Holzscheite.

Ich prüfte einige der Ziergegenstände, die auf dem Kaminsims lagen. Sie bestanden allesamt aus Metall und alle wiesen lange Zacken oder Schneiden auf. So wirklich konnte ich mit diesen Dingen nichts anfangen, deswegen nahm ich eines von ihnen auf. Es hatte Ähnlichkeit mit einer Kralle, nur dass sich am Ende keine Spitze befand, sondern zwei geschliffene Schneiden. Man konnte die Vorrichtung auf die Fingerkuppe stülpen. Meine Phantasien zu diesem Instrument ließen mich schaudern, weswegen ich die metallene Fingerkuppe schnell wieder zurücklegte.

Ich ging zur anderen Wand. Es war eine Fensterfront, die auf einen großen Garten hinauszeigte. Ich fand keine Tür, sonst hätte ich mir den Garten gerne angesehen. Er war sehr gut gepflegt und viel größer, als er eigentlich von der Größe des Hauses her sein durfte, denn von der Straße war er nicht zu sehen.

Einige Kugellampen waren sehr geschickt zwischen die Büsche und Bäume drapiert worden und gaben dem ganzen das Flair eines asiatischen Ziergartens. Durch die Jahreszeit war nur das Grün der winterharten Gewächse zu sehen, aber dieser Umstand raubte dem Garten keineswegs seinen Reiz.

Ich wandte mich ab und erschrak, da plötzlich und unvermittelt ein Mann vor mir stand. Er trug nicht mehr als eine Jeans, die gefährlich tief auf seinen Hüften hing. Ein leichter Bartschatten zeichnete sich auf seinen Wangen und dem Kinn ab und bewies, dass die dunkelblonden Haare, die ihm in halblangen Fransen in die Augen hingen, nicht gefärbt waren. Der Fremde hatte die Arme vor der Brust verschränkt und den Kopf ein wenig schief gelegt. Ebenso schief wie sein Lächeln, mit dem er mich musterte.

»Hallo, ich bin Ian. Kann ich dir helfen?«, fragte er mich.

»Ja – wie komme ich hier raus?«, erwiderte ich.

Er lächelte und senkte für einen Moment den Blick als hätte ich etwas sehr Witziges gesagt. »Ich glaube, das geht nicht.«

»Warum nicht?«

»Weil Natasja gesagt hat, dass du noch Jungfrau bist.«

Ich runzelte die Stirn. »Woher will sie das wissen?«

»Sie sagte, du wurdest gerade erst gewandelt. Und ich denke, sie hat Recht.«

»Ich denke, du nimmst dir gerade sehr viel heraus. Genauso wie diese Rockerbraut«, erwiderte ich gereizt.

Er kam näher und stützte die Hände neben meinem Kopf auf dem Fensterglas ab. Er war mir jetzt so nah, dass ich helle, weiße Pünktchen auf seiner Brust und seinem Hals sehen konnte. Sie stachen von der gebräunten Haut ab und ich sah in sein Gesicht. Er lächelte immer noch.

»Hat sie nun Recht, oder nicht?«

»Geht dich das irgendetwas an?«

»Natürlich. Ich wollte schon immer mal der Erste sein«, grinste er.

Ich ging in die Knie und rutsche ein Stück tiefer, um mich seiner angefangenen Umarmung zu entziehen. Rasch stellte ich mich näher zur Tür. Er folgte mir.

»Ich weiß wirklich nicht, wer dich zum Defloristen ernannt hat.«

»Oh, ich soll hier gar nichts deflorieren.« Er kam wieder näher und keilte mich zwischen Wand und seinem Körper ein. »Das obliegt eher dir.«

Er fasste eine Strähne meines Haares und hob sie an die Lippen. Zu meinem Erstaunen setzte er einen Kuss darauf und schloss genießerisch die Augen. »Du duftest nach Fey, aber du willst Blut – eine aufregende Mischung. Das habe ich noch nie gesehen.«

»Da sind wir schon mal zwei«, murmelte ich und entwand ihm meine Haarsträhne.

Er umfasste meine Hüfte und ich stieß seine Hand wieder weg. »Bist du immer so zickig?«

»Nur wenn ich gekidnappt und zum Sex gezwungen werden soll«, überspitze ich meine momentane Situation. Seine Antwort war ein Lachen. »Das würde anders aussehen.« Er beugte sich zu mir. »Sex gibt es nur auf Anfrage. Willst du anfragen?«

»Hast du’s so nötig?«, zischte ich.

Er zuckte mit den Schultern. »Warum fangen wir nicht ganz einfach an – und du probierst?«

Mein Blick glitt wieder über ihn und ich merkte, wie er sich selbstgefällig noch etwas mehr in Pose stellte.

»Ich steh nicht auf solche Spiele«, behauptete ich mit fester Stimme, auch wenn ich mir selbst da gar nicht mehr so sicher war.

Er ließ mich frei und ging einige Schritte zurück, bis er sich bequem auf das breite Bett legen konnte, ohne meinen Blick loszulassen. »Schade. Dabei spiele ich so gerne. Zum Beispiel das Spiel, wie diese Tür aufgeht.«

Als wären seine Worte ein Voodoozauber, ging ich wieder zur Tür und drückte abermals die Klinke. Sie war noch immer verschlossen.

Ich seufzte und drehte mich zu ihm um.

»Beiß mich«, grinste er.

»Leck mich!«

»Gerne auch das.«

Ich seufzte und setzte mich neben ihn aufs Bett. Mein Blick fiel wieder auf die weißen Punkte, die seine Haut verunzierten, und ich verstand: Es waren Narben. So wie es aussah, wurde er regelmäßig gebissen. Stand er etwa darauf?

Als lese er meine Gedanken, drehte er den Kopf zur Seite, um mir seinen Hals darzubieten. »Wo bevorzugst du es? Hals? Brust?« Er sah mich wieder an und grinste verführerisch. »Oder tiefer?«

»Hals wird schon reichen«, brummte ich. »Kannst du mir dann wenigstens den Gefallen tun und dich bequemer hinsetzen?«

Er breitete die Hände in einer Geste des »Was tue ich nicht alles für dich« aus und setzte sich auf. Ich leckte mir über die trockenen Lippen.

Trotz meiner Weigerung musste ich noch immer an den Geschmack und das befriedigende Gefühl denken, als ich mein eigenes Blut aus meiner Zahnfleischwunde geleckt hatte. Es war köstlich gewesen, aber ich spürte sonst kein Verlangen mir irgendwo Nachschub zu besorgen. Bisher hatte mir aber auch noch niemand derart bereitwillig seinen Hals präsentiert.

Ian zwinkerte. »Komm schon, nicht so schüchtern. Ich bin auch ganz zärtlich.«

»Deine Sprüche nerven. Ich kann das nicht!«

»Was ist denn so schwer daran? Mund auf, Zähne rein, Mund zu, saugen. Ganz einfach.«

Ich seufzte. »Ich hab’s ja verstanden, jetzt lass mich machen.«

»Wie du wünscht«, spottete er, als ich mich näher lehnte. Sein Duft kroch mir in die Nase und ich leckte mir unwillkürlich über die Lippen. Unter dem Parfum, das er trug, und dem Geruch seines Körpers, konnte ich es riechen. Diese feine, metallisch-süße Note, die meinen eigenen Puls zum Rasen brachte.

Ich rückte näher und schnupperte an seiner Halsbeuge. Er lachte leise, aber ich überging seine Reaktion. Meine Lippen berührten seinen Hals. Darunter pochte der Takt seines Herzens, ich konnte ihn durch meine Lippen fühlen.

Meine Augen schlossen sich. Ich ließ nur noch Tasten, Riechen und Schmecken regieren. Jeder einzelne meiner Sinne war geschärft – auf einem Niveau, welches ich vorher nie gekannt hatte.

Zum zweiten Mal in dieser Nacht übernahmen meine Instinkte die Kontrolle über meine Handlungen. Ich öffnete den Mund und grub meine Zähne in Ians Fleisch. Er zischte auf, aber meine Arme schlangen sich um seine Schultern.

Sein Blut floss in meinen Mund, so heiss, dass es wie ein Schock war. Und mit ihm kamen … Gedanken. Gefühle.

Ich schluckte und stöhnte wollüstig auf. Freude raste durch meine Adern, immer stärker, mit jedem Schluck, den ich trank. Ich fühlte mich berauscht und bestand nur noch aus dem Wunsch, mehr davon zu bekommen.

Die Autorin Nina Behrmann ist als echte Ruhrpott-Pflanze geboren und aufgewachsen. Eigentlich wollte sie Prinzessin werden. Aber auf Druck ihrer Muse, die nicht viel von Küssen, dafür umso mehr von einer zünftigen Tracht Prügel für Autoren hält, hat sie mit dem Schreiben begonnen.

Während sie auf der großen Sinnsuche im Leben ist, schreibt sie Romane für verschiedene Verlage, darunter Heyne und Ullstein. Damit das nicht langweilig wird, schlüpft sie in verschiedene Pseudonyme.

Triskelion-Grenzgänger ist Behrmanns erster Ausflug ins Urban Fantasy Genre – und sie hatte viel Spaß dabei.

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