Rollenspiele

Was sind Rollenspiele?

Im Prinzip ist alles, was nicht eurer »echten« Rolle entspricht ein Rollenspiel.

Egal, ob man im Theater ist, für eine Szene probt, jemanden nachäfft oder einfach ein Gedicht effektvoll rezitiert, man schlüpft in »die Haut einer anderen Person«.

Definition:

Ein Rollenspiel ist eine Spielform, bei der der oder die Spielenden die Rollen realer oder fiktiver Menschen, Wesen oder Gegenstände übernehmen:

Man wird also spielend zu etwas/jemand anderem.

Das kann frei geschehen (spontan und meist sehr fantasievoll mit schnellen Wechseln zwischen Rollen; z.B. Kinder die erst Räuber-Gendarm spielen und dabei abwechselnd den Kaufmannsladen und den Kinderwagen benutzten) oder nach einem festen Schema, innerhalb bestimmter Regeln wie etwa bei »Pen and Paper« Rollenspielen (z.B. »Das schwarze Auge«). Hier unterscheidet man auch: Live-Rollenspiele, Computer-Rollenspiele, Schreib-Rollenspiele

Erotische Rollenspiele sind ähnlich: Man kann in verschiedene Rollen und Positionen wechseln, frei oder nach Regeln, ausprobieren und einfach Spaß haben. Schließlich ist – so hat es bereits Shakespeare erkannt – die ganze Welt eine Bühne. (»All the world´s a stage.«) Wieso also nicht einfach das Räuber-Gendarm-Spiel sinnlicher gestalten oder das »Schreib-Rollenspiel« wörtlich nehmen und die Haut des Spielgefährten mit Bodylotion bemalen?

Wozu überhaupt sollte man erotische Rollenspiele spielen?

Versteht mich nicht falsch, es ist keine Schande, wenn man auf solche Spiele verzichtet, oder nichts mit ihnen anfangen kann. Weder fällt man Tod um, noch ist man deswegen ein schlechterer Mensch.

Schließlich muss nicht jeder alles mögen – und manchmal mag man manche Sachen auch erst nach Jahren, oder mit der richtigen Person, mit dem richtigen Timing oder einem entsprechenden Setting.

Aber da ihr diesen Artikel angeklickt habt, oder das Buch in der Hand haltet (oder auf dem Tablet, dem Handy oder dem Computer lest), glaube ich, dass ich hier offene Türen einrenne und euch den letzten Kick geben kann, um den Funken eure Neugierde zu entfachen.

Denn generell spielt man Rollenspiele, weil sie Spaß machen, weil man andere Aspekte seiner Persönlichkeit erforschen, andere Teile seiner Lust erkunden und die eigene Sexualität anders – freier – entfalten kann.

Man kann in fremde Rollen tauchen; Rollen, die man im wahren Leben vielleicht nicht ausfüllen kann oder will, die es gar nicht mehr gibt (z.B. römischer Herrscher), die unmoralisch sind oder einem so vorkommen. Man kann in fremden Welten lieben und man kann sich ganz und gar hingeben, weil man ja nicht man selbst ist. Kurz: Man kann über den eigenen Schatten springen und häufig in der ausgesuchten Rolle ehrlicher mit sich und der eigenen Sexualität, den Wünschen und Gelüsten umgehen.

Deswegen sind Rollenspiele eben nicht nur lustig, sondern – wenn man sich auf sie einlässt – so beliebt.

Und nur zu gerne möchte ich euch demnächst zahlreiche Anregungen geben, in Spielszenarien einführen und zu neuen, persönlichen und intimen Einblicken in eure Leidenschaft verhelfen und euch in meine sinnliche Welt verführen.

Viel Spaß,

eure Lilly An

PS. nehmt es mir nicht übel, aber die volle Palette der Spielmöglichkeiten

und auch alle anregenden Bilder von Hanspeter Ludwig gibt es natürlich nur im Buch – aber es lohnt sich!

Versprochen!