versexte Orte

Einleitung: Orte und ich

Jetzt einmal ganz ehrlich, wie es zu diesem Buch gekommen ist: Ich hatte die Nase voll von all den Leuten, die mir sagen, dass es toll ist, am Sandstrand spontan Sex zu haben. Oder im Meer.

Nichts ist schlimmer, als sich hinterher (oder mittendrin) den Sand überall und ich meine wirklich überall rauszukratzen. Da bekommt der Ausdruck „Sand im Getriebe“ eine ganz neue Bedeutung. Oder um noch deutlicher zu werden: Da kann ich es mir gleich mit Schmiergelpapier besorgen. Und mir hinterher Wundcreme kaufen, für die offenen Stellen am Po und am Rücken, aus denen noch scharfe Muschelkanten ragen.

Und das Meer? Was ist fataler als Wasser für jedwede Gleitfähigkeit? Genau!

Gesalzenes Wasser.

Eine ganz großartige Idee, wenn man sich mal wieder daran erinnern möchte, warum manche Firmen mit speziellen Gels Kasse machen: weil gleiten geil ist!

Jetzt werden vielleicht einige empört aufschreien und protestieren, weil sie gelungenen Sex an eben diesen Orten hatten und ich will auch gar nicht behaupten, dass es nicht möglich ist. Es ist nur schwierig. Sehr, sehr schwierig.

Und vielleicht hatte euer Partner „zufällig“ eine Decke dabei. Oder anderweitige Hilfsmittel?

Das kann enorm helfen.

Genau wie die Tatsache, sich vorher Gedanken darüber zu machen, wie man an einem bestimmten Ort den bestmöglichen Sex haben kann. Und ob Ort, Wunschvorstellung und Charakter überhaupt zusammenpassen. Oder anschaulicher:

Jaaaa, mitten auf einer Wiese kann man traumhaften Sex haben, wenn dort aber die ortsansässige Fußballmanschaft aufläuft, kaum dass man eingelocht hat, ist das eher … suboptimal. Es sei denn, man steht auf Voyeurismus und/oder Gangbangs.

Also macht euch ruhig vorher einige Gedanken und lasst euch von diesem Buch auch gerne zu neuen Ausflugszielen inspirieren – aber sagt niemals, ich hätte euch nicht gewarnt. Denn dieser Ratgeber ist nach Schwierigkeitsgraden unterteilt. Vorne gibt es die Einsteigerorte, gefolgt von den gewagteren Vorschläge, denen mit Öffentlichkeitspotential. Danach kommen die mit Risikofaktor und ganz hinten findet ihr die Ideen für die Waghalsigen, Mutigen, Verrückten.

Etwas, was natürlich nicht heißen soll, dass die Einsteigerorte weniger sexy sind. Oder gar die anderen Orte weniger mutig, aber ich habe mir hier erlaubt, die leichtere Version herauszuarbeiten und die schwierigere Variante nur als Vorschlag dazuzuschreiben.

Also, lasst euch inspirieren, lacht und leidet mit mir und begleitet mich mit auf meinem Weg zu den verführerischsten Orten, an denen ihr vielleicht, eventuell und wenn die Umstände günstig sind (sind sie natürlich, denn ihr seid ja mit meiner Hilfe schon alles durchgegangen), atemberaubenden, unvergesslichen Sex haben werdet – oder zumindest könntet.

Alles Liebe, Eure Katinka

Orte und wie sie beglücken

Ja, es gibt sie, die magischen Orte. Die Orte, die förmlich danach schreien, an ihnen Sex zu haben. Das eigene Bett zum Beispiel. Oder das Luxussofa, welches man sich vermutlich genau deswegen angeschafft hat, weil es passt und bequem ist und perfekt und auch dauerhaft genau das Richtige. (Falls nicht, gut aussehen reicht nicht – tut es im Leben nie 🙂

Auch ein Auto kann großartig sein. Der Smart eher weniger, der VW Van mit umklappbarer Rückbank für zwei Personen schon mehr. Und „ja“, wer es nach der Einleitung von mir noch nicht wusste, ich mag bequeme Orte wirklich sehr gerne zum Sex. Sex ist nämlich schon anstrengend genug, ohne dass ich dabei noch zusätzliche Turnübungen nebenbei machen möchte. Multitasking sollte man sich – meiner Meinung nach – für den Job aufheben.

Aber was sind denn „magische Orte“ und warum beglücken sie uns mehr als andere, Otto-Normal-Orte?

Die Antwort darauf ist simpel: An magischen Orten hat man nur einmal Sex. Meistens zu einem Zeitpunkt, der sowieso jeden Sex egal an welchem Ort hätte magisch werden lassen. Aber es ist eben diese Einmaligkeit, dieses „das können wir niemals wiederholen“-Gefühl, die hier für einen „Wow-Effekt“ sorgen.

Was also für den einen ein magischer Ort ist, ist für den anderen noch lange keiner. Jemand, der täglich mit seiner Liebsten auf einem Schiff übernachtet, wird den Sex zu spannendem Wellengang sicherlich ganz anders beurteilen, als jemand, der nur ein romantisches Wochenende auf hoher See verbringt. Dasselbe gilt für Leuchtturmwärter, Bademeister, Höhlenforscher oder Gefahrensucher.

Und was für den einen funktioniert, funktioniert für den anderen noch lange nicht. Das kann an persönlichem Interesse liegen, an der Vorbereitung oder auch einfach am momentanen Befinden. Nur weil einmal Sex unter einem Wasserfall geil war, muss es das beim zweiten Mal nicht zwingend ebenfalls sein. Aber wie heißt es so schön? Auch schlechter Sex ist immerhin für eine Anekdote gut?

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