Beruf

Die berufliche Erstausbildung kann durch die Agentur für Arbeit gefördert werden. Auch arbeitbegleitende Hilfe oder zusätzliche Eingliederungshilfen kommen in Frage und sind über die Jugendhilfe oder die Sozialhilfe zu beantragen. Die Inanspruchnahme eines Arbeitsassistenten ist bis zu drei Jahre lang möglich.

Generell kann man sagen, dass Autisten einen festen, ruhigen Arbeitsplatz benötigen, um sich bestmöglich zu integrieren. Solo-Arbeiten oder ein bis zwei feste Bezugspersonen sind toll, aber auch andere Szenarien sind denkbar, denn eine Autismus-Spektrum-Störung zu haben bedeutet aber nicht automatisch geistig behindert zu sein oder sein Arbeitsleben in einer Behindertenwerkstatt verbringen zu müssen.

Im Gegenteil: Menschen im Spektrum verfügen über viele Eigenschaften, die durchaus positiv ankommen. So haben Menschen mit einer ASS in der Regel eine gute Konzentrationsfähigkeit, lieben Details und arbeiten gründlich und genau. Sie können meist gut mit Zahlen, Formen und Formeln umgehen und zeichnen sich durch eine analytische und logische Denkweise aus. Entscheidungen treffen sie nüchtern und rational.

Sollten die Auswirkungen der ASS zu schwerwiegend sein, ist eine unterstützte Beschäftigung an einem extra dafür eingerichteten Arbeitsplatz möglich.

Auch die Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) steht den Betroffenen offen und wird gefördert.