Schule

Regelschule

Unsere Regelschulen sind genormt. Das bedeutet, dass sie trotz allen Versuchen bei der Integration immer Probleme haben werden. Das beginnt bereits bei der Struktur von Schule und den festen Plänen. Beides sollte eigentlich genau das sein, was ein Autist benötigt und ihm das Leben erleichtert. Doch leider ist das nicht so leicht.

Denn natürlich sind Lehrer keine Therapeuten und die Umweltreize hier natürlich wesentlich höher als im Kindergarten. Die Umgebung ist unruhig, die Dynamik in der Gruppe ungewohnt und Bilder und Redewendungen können von autistischen Menschen nicht verstanden werden. Dazu kommt, dass Autisten oft „ein sehr eingeschränktes und eigenwilliges Interesse aufweisen.“ (2.3 Broich, Jonas: Autismus, S. 30)

Schulbegleiter

Ein qualifizierter Schulbegleiter kann beruhigend auf das Kind einwirken und es dazu anleiten, am Unterricht teilzunehmen. Denn oft bekommen autistische Kinder Aufgaben schlichtweg nicht mit, weil diese in den ganzen anderen Reizen untergehen.

Auch kann ein Begleiter einem autistischen Kind helfen, sich auszudrücken. Besonders, wenn es sich um einen nicht-sprechenden Autisten handelt. Und dazu zählen ungefähr 50% aller Autisten. (2.4) Hier helfen zum Beispiel Gebärdensprache oder Talker. (2.5)

Ein Schulbegleiter kann und sollte bei allen Schulformen helfen!

Integrative Klassen/Schulen

Sind deutlich besser geeignet, da die Lehrer professionelle Unterstützung und Beratung erhalten, um Kinder mit Autismus erfolgreich zu unterrichten. Sie haben Erfahrung im Umgang mit Autismus und teilweise auch die Infrastruktur, um einem überforderten Autisten einen reizarmen Raum für eine Auszeit zur Verfügung zu stellen oder ihn in den Pausen einen Rückzugsort zu bieten.

Sonderschule/Förderschule

Natürlich können Schüler mit Autismus die Förderschule besuchen, die ihrem vorrangigen Förderbedarf entspricht. Leider gibt es meistens keine rein autismusspezifischen Sonderschulen, so dass Sonderschulen hauptsächlich durch die Mischung verschieden förderungsbedürftiger Schüler mit unterschiedlichen sozialen Handycaps und der damit verbundenen Unruhe dem Lernprozess eines Autisten eher kontraproduktiv entgegenstehen.

Schule für Gehörlose/Sprachheilschulen

Solche eine Schule ist tatsächlich für viele Nicht-Sprechende-Autisten, und das sind ja bis zu 50% der Betroffenen, eine Alternative zur Förderschule. Da Autisten nicht dumm sind und ihre intellektuellen Fähigkeiten teilweise der Norm entsprechen oder gar höher liegen, können sie sich durch die im Kindergarten und der autismusspezifischen Förderung erlernte Gebärdensprache zurechtfinden.

Auch hier sind sonderpädagogisch geschulte Lehrkräfte genauso von Vorteil wie ein Schulbegleiter.